Cannabis

 

Substanz

Cannabis gehört zur Familie der Hanfgewächse. Der Hauptwirkstoff von Cannabis ist THC (Tetrahydrocannabinol). Der THC-Gehalt in der Pflanze schwankt von 0 % bis 25 %.

Der Wirkstoffgehalt bei Marihuana (kleingeschnittene weibliche Blü ten) liegt bei 1 % bis 20 %, wobei der Durchschnitt bei 7 % liegt. Der Wirkstoffgehalt bei Haschisch liegt bei 10 bis 20 %. Der THC-Gehalt bei Haschischöl liegt bei 20-50 %. Wie man sieht schwankt der Wirkstoffgehalt enorm, wobei er in den letzten Jahren gleichbleibend ist.

Die Aufnahme von Cannabisprodukten kann oral (auch gemischt in Lebensmitteln) und rauchend eingenommen werden.

Wirkung

Die Wirkung ist einerseits abhängig vom Set und Setting und andererseits von der Höhe der Dosis, dem Reinheitsgrad und Gewöhnungseffekt.

Die Wirkung setzt nach 15 Minuten ein beim Rauchen. Nimmt man Cannabis zu sich, indem man es mit Nahrungsmitteln (Spacecake) und Getränken (Grastee) aufnimmt, so tritt die Wirkung nach 30 Minuten bis zwei Stunden ein.

Folgende Wirkungen können möglich sein:

- Stimulierung

- Verstärkung aktueller Gefühlszustände

- Beruhigender Effeket

- Euphorie

- Aphrodisierende Wirkung

- Verminderter Appetit bzw. verstärkter Appetit

- Krampf- bzw. schmerzlindernde Wirkung

Die Wirkung hält je nach Dosis und Reinheitsgrad zwischen einer bis fünf Stunden an.

Kurzzeitnebenwirkungen

Mundtrockenheit, rote Augen, Herzfrequenzsteigerung, Blutdruckabfall, Körpertemperatur sinkt, gesteigerter Appetit durch Blutzuckerabfall, Reizhusten, Schwindelgefühle, Konzentrationsschwierigkeiten.

Bei Überdosierung treten Magenbeschwerden, Herzrasen, Kreislaufprobleme und Angstzustände auf.

Langzeitnebenwirkungen

Bei Dauerkonsumenten können sich die Nebenwirkungen verstärken. Erhöhtes Lungenkrebsrisiko, da mehr Schadstoffe beim Rauchen aufgenommen werden als beim Zigarettenrauchen. Asthma, chronische Bronchitis, Husten, Halsschmerzen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen sind möglich.

Durch den Cannabiskonsum können verborgen vorhandene Psychosen ausgelöst werden. Und eine psychische Abhängigkeit ist möglich.

Bei kontinuierlichem Konsum kann es zu Einschränkungen im Kurzzeitgedächtnis kommen.

Safer Use

Cannabis sollte niemals konsumiert werden, wenn man sich nicht gut fühlt oder unter einer psychischen Erkrankung leidet. Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen sollten Cannabis meiden. Sog. Vaporizer, Wasserpfeifen und das Rauchen von Joints mit Aktiv-Kohle-Filter sind von Vorteil, da beim Rauchen die Schadstoffaufnahme sehr gering ist. Schonender ist es, Cannabisprodukte in Nahrungsmitteln oder Getränken zu sich zu nehmen. Mischkonsum soll vermieden werden. Nach Cannabiskonsum auf gar keinen Fall ein Fahrzeug führen!

Bei Überdosierung ist es wichtig, viel Flüssigkeit mit Vitaminen und Mineralien zu sich nehmen.

Andere Namen für Cannabis

Gras, Ganja, Shit, Dope

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