Nikotin

Substanz

Das Nikotin gehört zu der Gruppe der Alkaloide. Es entsteht in der Wurzel der Tabakpflanze. Wandert bei der Reifung der Pflanze in die Blätter.

Weitere Begleitstoffe sind Teer, Kohlenmonoxid, Benzol, Cadmium, Nitrosamine, Cyan-Wasserstoff, Stickstoffe, Blausäure etc..

Wirkung

Nikotin wird in Tabak freigesetzt, sobald dieser angezündet wird. Das Nikotin gelangt zuerst in die Lunge und dann ins Blut. Die Nikotinmoleküle erreichen nach ca. 10 Sekunden das Gehirn und beeinflussen so die Nervenzellen.
Die Wirkungen, die von Nikotin ausgehen sind anregend, beruhigend, muskelentspannend, Milderung der Hunger-, Angst- und Aggressionsgefühle.

Kurzzeitnebenwirkungen

Verengung der Blutgefäße, Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz, Verringerung von Appetit und Hunger, hohe Aktivität des Magen-Darm-Traktes, Blutdruckabfall, niedrige Körpertemperatur, Magenbeschwerden und Schwindelgefühle.

Nikotin ist eines der stärksten pflanzlichen Zell-/Nervengifte.

Langzeitnebenwirkunge

Bei Dauerkonsum können die Nebenwirkungen sich verstärken. Es besteht ein erhöhtes Risiko von Herz- und Lungenerkrankungen wie z. B. Asthma, Bronchitis, Herzinfarkt und Schlaganfall.
Die Magenschleimhaut wird angegriffen und es gibt Einschränkungen im Geschmacks- und Geruchssinn.

Es entsteht zumeist eine psychische Abhängigkeit. Hört man mit dem Rauchen auf, so können in den ersten drei Wochen Depressionen, Angstgefühle, Schlaflosigkeit, Unruhe und Gewichtszunahme auftreten.

Safer Use

Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen und Atemwegserkrankungen sollten nicht rauchen. Schädlich ist auch der Passivrauch. Risikoärmere Konsumformen sind der Schnupf- und Kautabak.

Andere Namen für Tabak

Zigarette, Rettchen, Fluppe, Kippe, Glimmstängel, etc.

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