Geschichte

Idee & Pilotprojekt

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Selbstheiler“ (Ausstiegsprozesse bei Heroinabhängigkeit und Politoxikomanie) an der Fachhochschule Frankfurt am Main entstand die Idee, speziell für den Frankfurter Raum einen Notruf für Drogenabhängige und deren Angehörige zu installieren. Die Resonanz auf ein vierzehntägiges Pilotprojekt zu Weihnachten 1988 zeigte, wie hoch der Bedarf für ein solches Angebot außerhalb der üblichen Öffnungszeiten der Beratungsstellen war

Daraufhin erklärte sich eine Gruppe von engagierten ehemals Drogenabhängigen, die an dem Pilotprojekt mitwirkten, sofort bereit, dieses telefonische Hilfsangebot auf ehrenamtlicher Basis weiter zu führen.

 

Gründung

Der Drogennotruf 623451 e.V., Vorläufer des Vereins Basis - Beratung, Arbeit, Jugend & Kultur e.V., ist seit 1989 ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Frankfurt am Main. Der Verein ist rechtlich unabhängig und selbständig.

Der Verein hat zwei Standorte:

Frankfurt-Heddernheim, Heddernheimer Landstraße 145: Geschäftsstelle, Räumlichkeiten für Projekte, Maßnahmen und Schulungen sowie Lager

Frankfurt-Oberrad, Offenbacher Landstraße: Basisgarten

 

Finanzierung

Im ersten Jahr seines Bestehens wurde die Vereinstätigkeit ehrenamtlich betrieben. 1990 erhielt der Verein erstmalig kommunale Fördermittel zur Umsetzung seiner Arbeit; im Anschluss folgten weitere finanzielle Förderungen durch das Land Hessen. Aktuell werden die Projekte und Maßnahmen durch unterschiedliche Zuwendungsgebern gefördert: kommunale Mittel der Stadt Frankfurt (Drogenreferat, FRAP-Agentur), Land Hessen, Bundesminiserium für Gesundheit, Landeswohlfahrtsverband, Agentur für Arbeit, Jobcenter Frankfurt sowie unterschiedliche EU-Finanzierungen.

Zuwendungen in Form von Spenden sind jederzeit willkommen. Sie ermöglichen Sonderanschaffungen für bestimmte Projekte oder die Durchführung von besonderen Unternehmungen mit den Maßnahme-Teilnehmenden.

Eine Spendenbescheinigung wird selbstverständlich gerne erstellt.

 

Chronik

1989
Gründung des Vereins Drogennotruf 623451 e. V. und Aufnahme der telefonischen Beratungstätigkeit
1993
Erste Arbeitsmaßnahme „Jobbus“ im Frankfurter Workshop für ehemalige und substituierte Drogengebrauchende, eine Arbeitsmaßnahme im Maler-, Lackier- und Entrümpelungsbereich
1994
Die Arbeitsvermittlung „Jobbörse“, ein weiteres Angebot im Frankfurter Workshop, entsteht durch die offizielle Genehmigung zur Arbeitsvermittlung durch das Landesarbeitsamt Hessen
1995
Ein erweitertes Beratungsangebot zur Telefonberatung, die Angehörigensprechzeit als Einzelberatung, wird angeboten 
1997
Die Angehörigensprechzeit wird ausgeweitet als Gruppenangebot für Mütter
Das zweite Arbeitsprojekt, eine Qualifizierungsmaßnahme im Garten- und Landschaftsbau, wird implementiert
Es entsteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Verein Safe Party People, der im Bereich der neuen Drogen tätig ist. Safe Party People fährt mit einem umgebauten Wohnmobil durch das Rhein-Main-Gebiet und berät vor Ort auf Parties, in Clubs und Diskotheken Jugendliche und junge Erwachsene
2000
Safe Party People wird ein Projekt im Verein Drogennotruf 623451 e. V. unter dem Namen „Alice“
Die Trainingsmaßnahme C-Fit, Basisqualifizierung in der PC-Anwendung, wird als dritte Maßnahme für ehemalige Drogenabhängige und Substituierte im Projekt Frankfurter Workshop implementiert
Die Alice-Homepage entsteht mit E-Mail-Beratung, einem weiteren Beratungsangebot aus dem Alice-Projekt
2004
Die Fachstelle Arbeit, Bildung und Integration nimmt als besonderes Beratungs- und Informationsangebot für Klienten und Klientinnen sowie alle Akteure des Arbeitsmarktes ihre Arbeit auf
2005
Das Projekt Alice entwickelt einen weiteren Schwerpunkt: das Alice-Schulprojekt, das Präventionsarbeit an Schulen durchführt
2006
Die vierte Maßsnahme im Frankfurter Workshop, Qualifizierung im Bereich CallCenter/ECDL, wird angeboten
2007
Der Drogennotruf e. V. ändert seinen Namen in Basis - Beratung, Arbeit, Jugend & Kultur e.V.; der Drogennotruf als Name für das Telefonberatungsprojekt bleibt erhalten
Die Qualifizierungsmaßnahme mit Schwerpunkt Internetverkauf von gebrauchten Haushaltswaren und Kleinmöbeln - Schatzsuche - wird als fünfte Maßnahme im Frankfurter Workshop gestartet
Der Verein bildet im Projekt „Juabi“ als sechste Maßnahme im Frankfurter Workshop im Rahmen des Frankfurter Weges zum Berufsabschluss ehemalige und substituierte Drogenabhängige zum Gärtner/zur Gärtnerin Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau aus
2008
Schuldnerberatung und Insolvenzberatung wird angeboten.
Zusätzlich wird für besondere Zielgruppen eine vierwöchige Kompetenzfeststellung eingerichtet zur Feststellung der Vermittlungsfähigkeit in den ersten Arbeitsmarkt
Die Qualifizierungsmaßnahme "Basisgarten" startet.
2009
Das Betreute Einzelwohnen für chronisch Mehrfachabhängige startet. Das Callcenter bietet erstmalig über Bildungsgutschein die Qualifizierungsmöglichket für "Servicefachkraft für Dialogmarketing" an
2010
Das Projekt Legal-High-Inhaltsstoffe.de startet mit ersten Tests von Legal Highs und einer Homepage. Beginn von MPU-Beratungen.
2011
BIV-Aktiv, ein Gemeinschaftsprojekt von Basis e.V., Integrativer Drogenhilfe und Verein Arbeit und Erziehung e.V., ersetzt die bisherigen Arbeitsgelegenheiten
2012
ELSA, Onlineberatung für Eltern wird für den Bereich Hessen von Basis e.V. angeboten.
Umzug nach Frankfurt-Heddernheim
2013
Legal-High-Inhaltsstoffe.de wird Teil eines europäischen Forschungsprojekts
Start des Aktivierunscenters AKIVA
2014
Wechsel der Geschäftsführung
Gründung eines Betriebsrates
 
 
 
 
 
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