Geschichte des Vereins
Idee & Pilotprojekt
Im Rahmen des Forschungsprojektes „Selbstheiler“ (Ausstiegsprozesse bei Heroinabhängigkeit und Politoxikomanie) an der Fachhochschule Frankfurt am Main entstand die Idee, speziell für den Frankfurter Raum einen Notruf für Drogenabhängige und deren Angehörige zu installieren. Die Resonanz auf ein vierzehntägiges Pilotprojekt zu Weihnachten 1988 zeigte, wie dringend nötig ein solches Angebot außerhalb der üblichen Öffnungszeiten der Beratungsstellen ist.
Eine Gruppe von engagierten ehemals Drogenabhängigen, die an dem oben genannten Pilotprojekt mitwirkten, erklärte sich bereit, dieses telefonische Hilfsangebot auf ehrenamtlicher Basis weiter zu führen.
Gründung
Der Drogennotruf 623451 e. V. hat seit 1989 die Rechtsform eines eingetragenen Vereins mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Gemeinnützigkeit wurde dem Verein durch das Finanzamt Frankfurt zuerkannt. Der Verein ist rechtlich unabhängig und selbständig.
Seit Gründung des Vereins ist der Verein sieben mal umgezogen. Im Jahr der Gründung waren die ersten Geschäftsräume in der Textorstraße in Sachsenhausen in der Privatwohnung eines Gründungsmitgliedes. Danach fand man den Verein in den Räumen der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdientgegnerInnen in der Vogelsbergstr. Als nächstes war der Verein Untermieter der Aids-Hilfe in der Rudolphstr., dann in der Mainzer Landstr. 110 und dann in der Haus Nr. 93. Seit 1997 hatte der Verein dann eigene Räumlichkeiten. So war man nach der Mainzer Landstr. in der Arnsburger Str. und seit 2000 hat der Verein seine Geschäftsräume im Musikantenweg 22. Seit 2005 hat man drei weitere Liegenschaften angemietet. Zum einen die Heddernheimer Landstr. 149 und 151, wo die Arbeitsprojekte untergebracht sind und zum anderen schloss man einen Mietvertrag für eine Freifläche mit Garagen in der Innenstadt, dem Petershof, einen ehemaligen Betriebshof des Grünflächenamtes ab.
Finanzierung
Im ersten Jahr wurde der Verein rein ehrenamtlich betrieben. Seit 1990 erhält der Verein öffentliche Gelder durch die Stadt Frankfurt und seit 1991 durch das Land Hessen. Mittlerweile im Jahr 2007 hat der Verein eine Mischfinanzierung aus öffentlichen Mitteln der Stadt Frankfurt, des Landes Hessen, dem Bund und europäischen Mitteln. Er erhält Fördermittel durch die Aktion Mensch und erwirtschaftet Mittel durch die Zweckbetriebe. Ein weiterer Schwerpunkt der Finanzierung sind die Mittel der Bundesagentur für Arbeit, der ARGE Frankfurt und dem kommunalen Sozialamt sowie weiteren ARGEn aus dem Rhein-Main-Gebiet. Zudem erhält der Verein Spenden und Bußgelder durch verschieden Amts- und Landgerichte.
Chronik
- 1989
- Gründung des Vereins Drogennotruf 623451 e. V. und Aufnahme der telefonsichen Beratungstätigkeit
- 1993
- erste Arbeitsmassnahme „Jobbus“ im Frankfurter Workshop für ehemalige und subsituierte DrogengebraucherInnen, eine Arbeitsmassnahme im Maler-, Lackier- und Entrümpelungsbereich
- 1994
- die Arbeitsvermittlung „Jobbörse“, ein weiters Angebot im Frankfurter Workshop entsteht, durch die offizielle Genehmigung zur Arbeitsvermittlung durch das Landesarbeitsamt Hessen
- 1995
- ein erweitertes Beratungsangebot zur Telefonberatung, die Angehörigensprechzeit als Ein- zelberatung wird angeboten
- 1997
- die Angehörigensprechzeit wird ausgeweitet als Gruppenangebot für Mütter
- 1997
- das zweite Arbeitsprojekt, die Qualifizierungsmassnahme im Garten- und Landschaftsbau wurde geschaffen
- 1997
- entstand eine enge Zusammenarbeit mit dem Verein Safe Party People, der im Bereich der neuen Drogen tätig ist; Safe Party People fährt mit einem umgebauten und buntbemalten Wohnmobil im gesamten Rhein-Main-Gebiet umher und berät vor Ort auf Parties, in Clubs und Diskotheken Jugendliche und junge Erwachsene
- 2000
- Safe Party People wird ein Projekt im Verein Drogennotruf 623451 e. V. unter dem Namen „Alice“
- 2000
- die Trainingsmassnahme C-Fit, eine Massnahme im PC-Bereich wird als dritte Massnahme für ehemalige Drogenabhängige und Substituierte im Projekt Frankfurter Workshop integrier
- 2000
- die Alice-Homepage entsteht mit der email-Beratung, ein weiteres Beratungsangebot aus dem Alice-Projekt
- 2004
- die Fachstelle Arbeit, Bildung und Integration wurde geschaffen als ein besonderes Beratungs- und Informationsangebot für Klienten und alle Akteure des Arbeitsmarktes
- 2005
- das Projekt Alice hat ein weiteres Standbein neben der Alice Bus- und Internetarbeit, das Alice-Schulprojekt, das Präventionsarbeit an Schulen leistet
- 2006
- die vierte Massnahme im Frankfurter Workshop, die Qualfizierungsmassnahme im Bereich CallCenter/ECDL entstand
- 2007
- der Drogennotruf e. V. ändert seinen Namen in Basis e. V., wobei der Drogennotruf als Name für das Telefonberatungsprojekt erhalten bleibt
- 2007
- die Qualifizierungsmassanahme im Bereich Internethandel als fünfte Massnahme im Frankfurter Workshop mit dem Namen „Schatzsuche“ wurde gestartet
- 2007
- der Verein entwickelt sich weiter und bildet nun im Projekt „Juhabi“, als sechste Massnahme im Frankfurter Workshop, im Rahmen des Frankfurter Weg zum Berufs- abschluss ehemalige und substituierte Drogenabhängige zum Gärtner Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau aus
