Das Projekt unterteilt sich in drei Bausteine:

Routinemäßig durchgeführte Drogenscreenings in den beteiligten JVAen mit der zusätzlichen Testung auf NPS.

Durchführung von Einzelinterviews vor und nach der Schulung mit JVA-Beamten und Inhaftierten zu den Themen Gefängnisalltag, die Rolle von Drogen und NPS in der JVA, der Umgang mit Konsumierenden, bestehende Angebote zu Drogen- und Suchtprävention.

Schulungs- und Präventionsmaßnahmen zur Informationsvermittlung über Substanzen und deren Risiken, Umgang mit Überdosierungen und Minimierung von Gesundheitsrisiken.

Alle erhobenen Daten werden vertraulich behandelt und anonymisiert. Die Auswertung der Daten beinhaltet einen Vergleich der unterschiedlichen Perspektiven.

Durch die Teilnahme an dem Forschungsprojekt ergeben sich zwei wesentliche Vorteile für die beteiligten Justizvollzugsanstalten: zum einen wird ein Drogenscreening bei den Inhaftierten durchgeführt, das eine Einschätzung der Prävalenz des Konsums von NPS erlaubt, denn durch die Befragungen werden zusätzliche Erkenntnisse über die tatsächliche Problemlage bezüglich NPS in den JVAen gewonnen.

Zum anderen können sowohl JVA-Mitarbeitende als auch Inhaftierte an den Schulungen teilnehmen und von den Präventionsmaßnahmen profitieren. Darüber hinaus erhalten die beteiligten JVAen das während des Projektes entwickelte Interventionskonzept mit den dazugehörigen Materialien, um die Ausbildung neuer Mitarbeitenden und den Wissensstand der Inhaftierten nachhaltig sicher zu stellen.

Die Erkenntnisse aus allen beteiligten Justizvollzugsanstalten können genutzt werden, um zukünftig den Konsum von NPS und die damit verbundenen Risiken zu minimieren. Manuals und Checklisten sollen eine spätere Verwendbarkeit der Ergebnisse auch für nicht teilnehmende JVAen sicherstellen.

Die Projektleitung liegt beim Universitätsklinikum Freiburg, Institut für Rechtsmedizin, Sektion Forensische Toxikologie, Prof. Dr. rer.nat. Dipl.-Chem. Volker Auwärter.

 

Die Projektpartner sind:

Goethe-Universität Frankfurt am Main

BASIS - Beratung, Arbeit, Jugend & Kultur e.V., Frankfurt am Main

Frankfurt University of Applied Sciences, Frankfurt am Main

Instytut Psychiatrii I Neurologii, Warschau

Eotvos Lorand Tudomanyegyetem, Budapest

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